Drei Konsumportraits

Kunst am Gebäude Sihlcity
Wettbewerb Kunst am Bau

Siegerprojekt 2012

Die Miteigentümergesellschaft von Sihlcity stellt jungen Kunstschaffenden im Sommer 2012 die Fassaden als Ausstellungsfläche für monumentale Stoffbahnen zur Verfügung. Von den insgesamt 10 Wettbewerbseingängen wurden vier von der Kernjury zur Weiterverfolgung evaluiert. Drei der vier Arbeiten wurden von Studentinnen unserer Hochschule eingereicht: Sabina Speich, Vera Kluser/Anna Graber und Vera Leisibach. Letztere ist die Wettbewerbsgewinnerin mit ihrer Arbeit. «Wir häufen Dinge an, als ginge es ums Überleben», schrieb Vera Leisibach. Auf barock anmutenden digitalen Collagen bildete sie, in grosser Üppigkeit und bunter Vielfalt, Konsumgüter ab. Erst auf den zweiten Blick waren darunter auch Knochen und Schädel zu entdecken. Durch diese Kombination von Symbolen des Lebens im Überfluss und des lauernden Todes entwickelte die Künstlerin die Tradition der Vanitas-Darstellungen weiter und wies die Betrachter auf deren Endlichkeit hin. Alles ist vergänglich: der Konsum, der Genuss, die Schönheit. Magdalena Plüss, Kuratorin Kunst am Gebäude Sihlcity, meint: „Die Ästhetisierung des Makaberen sowie die formale Abgrenzung zur klar strukturierten Architektur mittels bunter Farben und räumlich wirkender Komposition hat die Jury überzeugt und schlussendlich zum definitiven Zuschlag geführt.“

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